Seit Januar 2017 wird die Schwere der Pflegebedürftigkeit in Pflegegrade unterteilt. Daraus ergeben sich die folgenden Leistungsbeträge seitens der Pflegekassen:

Monatliche Leistungen bei ambulanter Pflege

Pflegegrad 2: 316,00 € Geldleistung/689,00 € Sachleistung

Pflegegrad 3: 545,00 € Geldleistung/1.298,00 € Sachleistung

Pflegegrad 4: 728,00 € Geldleistung/1.612,00 Sachleistung

Pflegegrad 5: 901,00 € Geldleistung/1.995,00 Sachleistung

 

Monatliche Leistungen bei teilstationärer und stationärer Pflege

Pflegegrad 1: 125,00 € stationäre Pflege

Pflegegrad 2: 689,00 € teilstationäre Pflege/ 770,00 € stationäre Pflege

Pflegegrad 3: 1.298,00 € teilstationäre Pflege/1.268,00 € stationäre Pflege

Pflegegrad 4: 1.612,00 € teilstationäre Pflege/1.775,00 € stationäre Pflege

Pflegegrad 5: 1.995,00 € teilstationäre Pflege/2.005,00 € stationäre Pflege

 

Kombinationsleistungen (Kombination von Sach- und Geldleistungen)

Nimmt der Pflegebedürftige im Rahmen der ambulanten Pflege die ihm zustehende Sachleistung nur teilweise in Anspruch, erhält er zudem ein anteiliges Pflegegeld. Die Höhe dieses Pflegegeldes errechnet sich am Beispiel des Pflegegrades 2 wie folgt: Innerhalb des Pflegegrades bestehen folgende Ansprüche: Sachleistungen in Höhe von €689,00 oder Geldleistungen in Höhe von €316,00. Werden im Rahmen der Kombinationspflege seitens des Pflegedienstes beispielsweise Leistungen in Höhe von €344,50 (50% von €689,00) im Monat erbracht, vermindert sich der Anspruch des Pflegebedürftigen auf Geldleistungen um die als Sachleistungen bereits in Anspruch genommenen 50%. Das heißt, er erhält zusätzlich zur Sachleistung eine monatliche Geldleistung (anteiliges Pflegegeld) in Höhe von €158,00 (50% von € 316,00).

An die Entscheidung, in welchem Verhältnis Geld- und Sachleistungen in Anspruch genommen werden, ist der Pflegebedürftige für die Dauer von sechs Monaten gebunden.

Wir beraten Sie gern, welche Form der Pflegeleistungen für Sie die geeignete ist.